Die Feier der Trauung .
Die Christliche Ehe | Ablauf der Feier | Musikalische Gestaltung | Zeichen und Symbole
Mitmachen gefragt
Siehe auch:
Die Feier der Trauung in der Meßfeier
Ökumenische Feiern (Modell demnächst...)

Segensfeier für ein Braupaar

...das sich "kirchenfern" oder "konfessionslos" bezeichnen würde. Ich wurde von Simone angefragt, die selbst ohne Konfession ist.

Sie schreibt:

"Warum wir kirchlich heiraten wollen?! Dies beantworte ich gerne:
In unseren beiden Familien existieren mehrere Religionen. Meine Mutter
gehört dem evangelischen, mein Vater dem katholischen Glauben an. Mein
Großvater mütterlicherseits den Baptisten und meine Großmutter ist ein
gläubige Christin ohne Kirchenzugehörigkeit.
Die Entscheidung, welchen Glauben ich annehmen sollte, wollte man mir
selbst überlassen. Somit wurde ich nie getauft. Jedoch habe ich mich
bereits in jungen Jahren dem evangelischen Glauben näher gefühlt, was
möglicherweise daran liegt, daß ich mit meiner Mutter stets mehr Zeit
zusammen verbracht habe." (Mai 1997)

 

Hier ein Beispiel:

Orgelspiel

(Kein feierlicher Einzug der Brautleute, keine Lieder, vor der standesamtlichen Trauung um 12.00 Uhr), kein besonderer Blumenschmuck, zwei Stühle vorrücken.

Begrüßung und Einführung

Unsere Feier heute morgen ist keine kirchliche Trauung, sie ist keine kirchliche Eheschließung - eine solche dürfte bei uns nach staatlichem Recht erst nach der standesamtlichen Trauung stattfinden. Keine kirchliche Eheschließung, nicht weil die Bereitschaft zu dem fehlt, was wir in der Kirche unter Ehe verstehen

- Einheit, Unauflöslichkeit, Bereitschaft zum Kind -, sondern im Blick auf den Glauben. Da sagen die Brautleute: ,,Glauben im Sinne Jesu Christi, Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Glaubenden, das können wir nicht mitvollziehen, das ist weit weg von uns, aber Vertrauen auf einen Gott, der mit uns geht, der unserer Ehe Gutes wünscht und sie segnet, das können wir wohl. Diesen Glauben haben wir. Und wir werden auch weiterfragen, was Jesus und die Gemeinschaft der an ihn Glaubenden für uns bedeuten könnten." Sie sind und sie bleiben mit Ehepaar N. N. aus der Gemeinde im Gespräch.

Für mich ist es zum ersten Mal, daß ich eine solche Segensfeier halte. Lange dachte man: entweder ,,alles" ,sprich: kirchliche Trauung, oder ,,nichts", sprich keine kirchliche Feier. Künftig wird es öfter eine Segensfeier geben, die offen ist für eine kirchliche Eheschließung bzw. kirchliche Trauung und der zu gegebener Zeit eine solche kirchliche Feier, nämlich der Trauung, folgen kann.

 

Schriftwort

Gen 1,26-28

Ansprache

Im Buch Genesis heißt es: ,,Dann sprach Gott: Laßt uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich ... Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie."

Der Mensch wird bezeichnet als Abbild Gottes, ihm ähnlich. Das heißt, am Menschen ist ablesbar, wer Gott ist. Oder auch: Der Mensch kann sein Bild verdunkeln oder verderben.

Und worin liegt die Ähnlichkeit? Einmal in seiner Beziehung zu den Tieren, über die er ,,herrschen" soll, das meint, nicht ausbeuten, sondern hüten und pflegen. Zum anderen, und noch viel mehr, in der Beziehung zwischen Mann und Frau.

Nicht der Mann allein, nicht die Frau allein, ist Abbild Gottes, sondern beide in der ehelichen Beziehung zueinander. Was da passiert mit Mann und Frau, die sich lieben, was sie erleben in der geschlechtlichen Liebe, die den ganzen Menschen prägt, vom Gespräch beim Frühstück bis zum leiblichen Ausdruck der Liebe, in all dem wird Gott erfahrbar, in all dem machen Eheleute einander Gott erfahrbar. Abbild Gottes: Wie kostbar dieses Wort ist, was es alles enthält, das ist mir jetzt bei der Vorbereitung dieser Segensfeier deutlich geworden, nicht nur dem Kopf mehr noch dem Herzen.

Einander - und darüber hinaus den Eltern, den Geschwistern, den Verwandten und Freunden und den eigenen Kindern. Liebe wird fruchtbar, wird greifbar. Sie freuen sich auf das Kind, das sich angemeldet hat.

In der Absichtserklärung werden die Brautleute öffentlich ausdrücken, wie sie es miteinander meinen. Danach werde ich die Ringe segnen, die die Brautleute einander auf dem Standesamt anstecken werden. Dann werden wir, Frau N. N. und ich, im Namen der Gemeinde einen Wunsch für die künftige Ehe aussprechen. Mit dem Schlußgebet und mit dem Segen endet unsere kleine Feier.

Orgelspiel

Absichtserklärung der Brautleute

,,Mit diesem Menschen will ich mein Leben teilen und ,,Ich wollte nicht allein leben."

Segnung der Ringe

(Aus: Die Feier der Trauung, 2. Aufl. 1992,S.61)

Wunsch für die Ehe

(Zelebrant im Wechsel mit Begleiter des Paares!)

,,In Eurer Ehe soll es keinen Tag geben, da Ihr sagen müßt ..."

Gebet

(Nach: Die Feier der Trauung, 2. Aufl. 1992, 5. 75, aber: ,,Gott, für diese Stunde, in der wir den Segen herabgerufen haben auf N. und N., die nun auf dem Standesamt einander das Ja-Wort für die Ehe geben werden

Segen

(Nach Num 6,24-264. Buch Mose.)

Orgelspiel

 

Dietrich Zimmermann (in Gottesdienst 31(1997), 56) ... Hier wird noch gebastelt ;-)))

Vgl.auch Feier der Trauung mit einem Partner, der nicht an Gott glaubt.

 

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